Aus dem Küchenleben

Von den Erlebnissen rund um die Küche berichtet Sabine:

Jede Gruppe musste einmal kochen oder spülen. Wir kochten im Küchenzelt bzw. halb im Freien unter einem Pavillon.
Am ersten Tag standen Kartoffelsalat und Fischstäbchen auf dem Programm, was bedeutete, dass ca. 5 Kilo Zwiebeln zu schälen und zu schneiden waren. Hatten sich die Kinder nicht noch zu Anfang freiwillig zum Zwiebelschälen gemeldet? Bald war das Jammern groß. Die Zwiebeltränen flossen in Strömen. Aber die Kinder waren wirklich tapfer. Außerdem waren noch Kartoffeln zu kleinzuschneiden, die Maria oben in der Küche des Kinder- und Jugendzentrums schon seit dem frühen Morgen portionsweise abkochte, und die Gewürzgurken. Und dann wurde alles in große Wannen mit viel Mayonnaise und Gemüsebrühe vermischt. Da gab es nur eins: Hände und Arme gut waschen und damit "durchrühren". Zwar mussten an alle Gerichte irgendwie immer Zwiebeln, aber die erste Gruppe hatte es wirklich am schlechtesten getroffen. Sorry an die Gruppe Mars.
Zwischendurch musste jede Menge Pfefferminz- und Früchtetee gekocht werden, es war ja wirklich teilweise ziemlich kalt und oft kamen Kinder ins Zelt, um sich
aufzuwärmen bzw. etwas Warmes zu trinken.

Die Essensausgabe war ein Kapitel für sich. Nachdem es am ersten Tag etwas chaotisch zuging - die Fischstäbchen brauchten länger, als wir dachten - beschlossen wir ab dem 2. Tag, das Essen gruppenweise auszugeben. Von da an ging es etwas besser, aber eng war es immer im Essenszelt.
Nach dem Essen wechselte dann die Gruppe und es ging ans Aufräumen und Spülen. Teller, Tassen und Besteck konnten zumindest teilweise in der Spülmaschine der JuZ-Küche gereinigt werden. Aber diese vielen Töpfe, Schüsseln, Siebe und was sonst noch alles benutzt worden war, musste mit der Hand gespült werden. Bei unserer Riesenpfanne (Durchmesser mindestens 1m), half dann nur noch schrubben, frei nach der Fairy-Ultra-Werbung, und mit dem Wasserschlach abspritzen. Apropos Wasserschlach! Natürlich verfügte unsere Lagerküche auch über fließendes - allerdings kaltes - Wasser. Der Zulauf lag in Form von aneinander gestückelten Schläuchen quer über den Innenhof der Reduit bis hin zu unserem Küchenzelt. Also genau dort, wo morgens die Begrüßungsspiele stattfanden.
Ein oder zweimal war der "Sonnentanz", den die StudentInnen vom SCI mit den den die StudentInnen vom SCI mit den

Kindern tanzten, so wild und raumergreifend, dass wohl jemand über die Vernbindungsstücke der Schläuche stolperte, diese sich dann natürlich lösten und wohl einigen zu einer zweiten Morgenduche verhalf. Später in der Woche drehten wir denn vorsichtshalber vor dem "Regen...", Verzeihung, "Sonnentanz" das Wasser ab.
Nicht immer nutzte die "Anrufung der Sonne". Es regnete manchmal in Strömen. Gegen den Match (das Küchenzelt stand auf der Wiese) halfen Holzpaletten und ein Stück PVC-Boden.
Jeden Morgen und jeden Nachmittag

wurde die "Küche geputzt" und auf- bzw. abgebaut. An dieser Stelle daher nochmals vielen Dank an die KollegInnen, die morgens, die Pfanne, die Gaskocher und -flaschen und diverse andere "Kleinigkeiten" aufstellten bzw. wegräumten. Danke auch an Maria, die normalerweise für die Schulsozialarbeit in Klarenthal kocht und uns in der Küchencrew tatkräftig unterstützte und an Franjo für das Ausleihen von 1001 Dingen.





   

Essensplan der Woche:

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
Kartoffelsalat

Nudeln mit
mit Hackfleisch-
soße/Tomaten-
soße

Gulaschsuppe/
Gemüsesuppe
Risotto mit
Gemüse
(vegetarisch)
Grillen:
Würstchen/
Gemüsespieße
Fischstäbchen Salat Salat Salat Reissalat/
grüner Salat
Obst Selbstgemachtes
Apfelmus
Schwarzwald-
becher
Pudding
(Vanille, Schoko)
Eis